Bürokratie und Wasser in Augsburg  Wasserschutz - Wasserkraft - Trinkwasser

  Wenn der Ermessensspielraum von Ämtern so völlig frei gestaltet werden kann, dann kann es immer wieder zu solchen Auswüchsen wie hier in Augsburg kommen.

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Trotz Trinkwasserschutzgebiet beantragen SPD-Stadträte auf dieser Fläche in Augsburg neue Kleingärten

Ein Blick in die Wasserschutzverordnung hätte genügt - hier in der Schutzzone WIII a1 am Brunnenbach und Lochbach in Haunstetten ist die Errichtung bzw. Erweiterung von Kleingartenanlagen lt. WSG-VO verboten. Doch Margarete Heinrich und Dieter Benkard (SPD) stellten am 7. Juli 2016 den Antrag auf Erweiterung der Kleingartenanlage und Errichtung von Gemüsegärten des privaten Kleingartenvereins, sowie öffentliche Streuobstwiesen.

Hat der Antrag ein anderes Ziel?

Dieser Antrag führt zu einer Gesamtbetrachtung des Gebiets und rückt auch die zahlreichen, seit Jahrzehnten hier bestehenden, privaten Gemüsegärten in den Fokus. Es gibt im ganzen Gebiet keinen Bebauungsplan. Ein Stadtratsbeschluß von 1993 sieht hier die Umwandlung in Grünland vor. 2011 kündigte CSU-Baureferent Merkle in der Zeitung an, dass der Grünland-Beschluß irgendwann umgesetzt werden könne. Wenn der Baureferent dies wahr macht, dann wird er die vielen Bestandsgärten hier beseitigen. 

Will die SPD dafür Vorreiter sein, unter dem Vorwand, es würden ja dann in der Nähe andere Gemüsegärten geschaffen?

Neue Planungen müssen transparent und unter Mitsprache der zahlreichen Eigentümer geschehen. 

Vorstöße von Lokalpolitikern die “hinten herum” zur Beseitigung der bestehenden Gärten führen konnten, gab es schon mehrfach  (z.B. CSU-Stadträte Hedwig Müller und Johannes Hintersberger, Grüne MdL Christine Kamm) zum Glück scheiterten sie damit   mehr  ...    (Jul16)

Augsburger Wasserschutzgebietsverordnung WSG-VO (pdf)       Schutzgebietskarte (pdf)


 Transparenz im Dickicht

Gefährden Kleingärten das Trinkwasser in Augsburg?

Laut Gesundheitsamt Augsburg würden im Frühjahr im Trinkwasserschutzgebiet massiv Pflanzenschutzmittel (PSM) „in Kleingärten ausgebracht”.

Mit der Begründung, weil Kleingärten in der Nähe sind, sollen die Besitzer eines Einfamilienhauses im Trinkwasserschutzgebiet am Lochbach in Augsburg-Haunstetten ihren Hausbrunnen auf 150 PSM testen lassen. Doch diese Anwohner sind offensichtlich die einzigen, die eine so umfangreiche Untersuchung machen müssen.

Wie eine Stadtratsanfrage erbrachte, testen sogar die Stadtwerke Augsburg ihr Wasser im gleichen Grundwasserstrom lediglich auf 70 dieser Stoffe. Leider durften wir, trotz Nachfrage, die Laborwerte nicht erfahren. Das Gesundheitsamt gab lediglich die Auskunft, dass diese PSM am Dürren Ast nicht nachgewiesen worden seien. Aber Atrazin fand man z.B. 2013 im Stadtgebiet, im Notbrunnen M 16 der Stadt Augsburg. Andere Gemeinden und Wasserversorger (z.B. Buchloe) machen die Laborberichte ihrer Wasseranalysen im Internet der Öffentlichkeit zugänglich. Warum nicht auch Augsburg?  

Hausbrunnen-Untersuchung auf
150 Pflanzenschutzmittel im 
Trinkwasserschutzgebiet Augsburg  

Im Wasserschutzgebiet läuft Lechwasser aus dem Lochbach aus und mischt sich mit Grundwasser. Der Lech fließt durch viele Landwirtschaftsgebiete. Es könnten dadurch PSM eingeschwemmt werden.  (Mrz16)

  Liste der 150 PSM  


Bürokraten in Augsburg bekämpften einen Abwasserkanal für’s Wasserschutzgebiet, den sie aufgrund ihrer Verordnung selbst verlangten

Absurd? Mitnichten. „Wollte euer Häusl jemand haben”, fragte die Stadträtin, der wir die bürokratischen Hürden schilderten.

„Hinter sowas steckt immer ein Nachbar!” sagte sie. Es scheint in Augsburg ein bekanntes Phänomen zu sein. Häusle(um)bauer bekommen plötzlich viele Schwierigkeiten mit Ämtern. Wem das passiert, der sollte an gut vernetzte Privatpersonen denken, die ein persönliches Interesse haben könnten. Vielleicht begehrt einer das Grundstück? Für besondere Schwierigkeiten eignen sich z.B. Denkmalschutz, aber auch Wasserschutz, Wasserkraft und Wasserbau

Bei dem privaten Abwasserkanal im Trinkasserschutzgebiet Augsburg dauerten komplizierte Genehmigungsverfahren und bürokratische Blockaden fünf Jahre. Sie lieferten den Stoff für die Satire „Brillen für die Bürokratie”.

Später stellte das Staatsministerium für Umwelt fest, dass die Stadt Augsburg den Kanal selber hätte legen müssen. Demnach wurde der private Abwasserkanal nur deshalb zur Auflage gemacht, weil man den Bau bürokratisch verunmöglichen wollte. - Trotz allem wurde der Kanal 2007 fertiggestellt.

 

Bürokraten können schaden - heimtückisch, hinterhältig und verlogen  ...

 

Ein Siedlerhaus, modern umgebaut


Augsburger Hochwasser-Kraft als Weltkulturerbe der Unesco?        

Kraftwerk T 2 (WKW 2) am Lochbach überschwemmte wiederholt fahrlässig Keller und Kleingartenanlagen. Die Behörden wußten, dass „überstaut“ wurde.

2010 überschwemmte Kraftwerk Settele durch rechtswidrig aufgesattelte Balken an Streichwehr und Leerschuß die Umgebung. Die Behörden der Stadt Augsburg ließen die Balken erst entfernen, nachdem nachts Polizei und Feuerwehr zu Hilfe gerufen werden mußten (und dies öffentlich bekannt wurde!).Laut Tiefbauamt hat sich die Betreiberin nicht an Anweisungen gehalten. Dennoch verhängte die Stadt kein Bußgeld.

Im Februar 2011 wurde Strafanzeige erstattet. Der Staatsanwalt wies fahrlässig herbeigeführte Überschwemmungen nach. Die Akten liegen vor. Auch Überschwemmungen im Winter sind strafbar. Das erneute Strafverfahren wegen Herbeiführen von Überschwemmung 2012 endete nach 2 Jahren am Landgericht. Die Betreiberin vom T 2 mußte schließlich einsehen, dass es keinen Freispruch für sie gibt. Gegen herbeigeführte Überschwemmungen hilft keine Heizung im Wehr. Sie vermehrt nur die Ausreden, wenn wieder überschermmt wird. 

 

Wird an einem Wasserkraftwerk überstaut, kann dies Überflutungen auslösen.

Sie kommen vor, wenn Sicherheitseinrichtungen (Leerschuß, Überlauf etc.) eines Kraftwerks baulich so verändert werden, dass die Wassermenge nicht mehr abgeführt, sondern rückgestaut wird, und das Kraftwerk in diesem Zustand lange, z.B. über Nacht wenn‘s keiner sieht, betrieben wird.     Bilder

 

 


Hochwasser-Kunst aus Augsburg in Passau

Ihr vollgelaufener Keller inspirierte die Künstlerin Karin Brandl zu einer Objektinstallation aus verfremdeten Wasserflaschen, die ‚Herbeigeführtes Hochwasser durch ein Wasserkraftwerk‘ enthalten. Gezeigt bei der Kunstausstellung der Vereinigung Bildender Künstlerinnen u. Künstler in verdi, auf Einladung von Ottfried Fischer im zukünftigen Hochwasser-Museum in Passau, vom 4. - 27.9.2015. 

mehr über die Ausstellung  - br-nachrichten

 

notiert ...

Wasserkraftwerke oft nicht ökologisch Kleine Wasserkraft (unter 1000 KW) ist wegen der verheerenden ökologischen Auswirkungen nicht in öffentlichem Interesse. Politiker, die jedem kleinen Wasserkraftwerk pauschal ein “öffentliches Interesse” bescheinigen, nur weil es Strom erzeugt und ins öffentliche Netz einspeist, handeln nicht umweltpolitisch nachhaltig und im Sinne der Allgemeinheit. Sie stehen offensichtlich im Dienst der Profitinteressen privater Wasserkraftbesitzer. mehr dazu ...


Kraftwerk T 2 am Lochbach ist WKW 2  Amtliche Bezeichnung der Augsburger Wasserkraft- anlagen war schon immer "Triebwerke" Abk. T, TW oder Tr, neu jetzt auch WKW für "Wasserkraftwerk". Kraftwerk Settele T 2 am Lochbach in Augsburg, ist identisch mit WKW 2 am Lochbach, Martinistraße, im Stadtteil Haunstetten. Es führte immer wieder Hochwasser in der ganzen Umgebung herbei.


Nimmt die CSU Einfluß auf das Verwaltungsgericht Augsburg?       Anlieger am Lochbach klagten gegen einen Bescheid vom Umweltamt Augsburg, für Baggerschürfungen, Tiefbohrungen und Rammsondierungen des Wasserkraftbetreibers in ihrem Garten. Es erschien ein befangener ehrenamtlicher RichterCSU-Stadtrat, im Umweltausschuß mit der Sache befaßt, und Bekannter des Wasserkraftbetreibers vom T 2.     mehr dazu ...


Der Lochbach verliert zuviel Wasser!      Aber die “Kanäle von Augsburg müssen nicht dicht sein” - diese Ansicht hat die Stadt Augsburg seit vielen Jahren vertreten. Wer ein Kanalbett nicht abdichten will, bekommt ein Problem mit Wasserverlust ... mehr lesen


Unesco Weltkulturerbe

Augsburg bewirbt sich im Februar 2018 mit Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst. Da hat die Stadt aber nicht mehr viel Zeit, um bestehende Versäumnisse noch nachzuholen. Am 5. Mai 2015 waren bereits Unesco-Botschafter in Augsburg zu Besuch. Die Grüne Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth und Augsburger Kulturreferent Weitzel führten die Besucher zu allerlei Historischem. Aber wie steht’s um die gegenwärtige Wasserkraft in Augsburg?

Augsburg sollte die Unesco-Bewerbung nicht zum bloßen Werbegebimmel herabwürdigen , mit dem sie Schattenseiten beim Wasserthema lauthals übertönen will. Keine Kultur ist glaubwürdig, die Historisches in höchsten Tönen besingt, und gegenwärtige Mißstände aus den Augen verliert.

Am Wasserkraftwerk der Stadtwerke Augsburg beim Kuhsee fehlt noch immer die Fischtreppe!

 

Die Fischtreppe ist Öko-Auflage und wurde geplant, aber das neue Kraftwerk in der Staumauer des Hochablass ist seit 2013 in Betrieb - ohne Fischtreppe. Fließt die Öko-Zulage für die vielen Strom-KW trotzdem? In Augsburg gilt ja sogar Unwirksames als förderungswürdig für die EEG-Zulage die alle Stromkunden mit finanzieren müssen.   


Bürokratensatire aus Augsburg

Köstlich geschrieben von Karin Brandl

 

Brillen für die Bürokratie

ISBN 978-3-932669-09-5 lieferbar

Im Buchhandel erhältlich.

 

Im Wasserschutzgebiet ist Kanalisation für’s Abwasser zwingend vorgeschrieben. Wer würde da auf den Gedanken kommen, dass die Erfüllung dieser Vorschrift ausgerechnet von der Bürokratie mit allerlei Schlichen hintertrieben wird?

 

Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer schrieb der Autorin zu diesem Buch persönlich

„Es ist schön, in Ihnen eine weitere Mitstreiterin für eine bürgerfreundliche Verwaltung gefunden zu haben. Humor kann dabei sicher nicht schaden.”

Rezension lesen (DAZ Augsburg)

Bürokratie in Augsburg

Stadt Augsburg plant Feuchtgebiete in privatem Garten ...

Wer schickt denn immer das Bauordnungsamt? ...

Pluto - der mythische Gott der Unterwelt und Abwasserkanäle ...

In Rußland ist alles verboten, aber alles ist möglich - in Augsburg noch viel mehr ...

Wasserschutz frißt Heimat auf!  ...

Munitions-Altlasten im Wasserschutzgebiet Augsburg ... 

Wenn du zu den Bürokraten gehst, vergiß das Gesetzbuch nicht ...

Lokalpolitiker die sich nur um’s Image kümmern, machen vor den wahren Problemen die Augen zu oder sind selbst ein Teil davon.

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