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In Augsburg leuchtet’s

Augsburg, den 22.4.2010

Sehr geehrte Damen und Herren des Augsburger Stadtrats,

jetzt geht allen ein Licht auf! Der Obere Krautgartenweg im Wasserschutzgebiet in Haunstetten erhielt seine, seit Jahren geplante, Beleuchtung. Vor Ostern wurden die Lampen nun schlicht und einfach an die bestehenden Telefonmasten angebracht. Die jetzige Beleuchtungslösung war bereits zu Anfang vorgeschlagen, von den Verantwortlichen jedoch als „nicht machbar” abgelehnt  worden.

Lichtmasten gefährdeten Sicherheit

Aber die Beleuchtungsplanung vom Vorjahr mit den neuen, zusätzlichen Masten, hätte für alle Anlieger die LKW-Zufahrt und den Feuerwehr und Rettungsweg verengt. Trotz der Einwände etlicher(!) Anlieger hielt das TBA damals an seiner Beleuchtungsplanung fest.

Erst nachdem wir die AZ informierten und darüber berichtet wurde, kam es zur Überprüfung durch die Feuerwehr. Danach wurde die Planung abgeblasen. Bürger, die auf eine Sicherheitsgefährdung hinweisen, werden in Augsburg gern als Querulanten angesehen. Dass jetzt aber hier eine Lösung ohne Beeinträchtigung möglich ist, die zudem von Anfang an gegeben war, erhärtet unsere Ansicht, dass die Durchfahrtsverengung für LKW kein Zufall war.

Das nehmen wir auch für die frühere Beleuchtungsplanung aus dem Jahr 2004 an. Sie erfolgte unmittelbar nach der Genehmigung unserer Trasse für den Abwasserkanal im Oberen Krautgartenweg. Das Beleuchtungskabel sollte damals im Boden - exakt auf unserer Trasse - noch vor unserem privaten Kanalbau verlegt werden.

Politik half nicht

Viele Stadträte, Referenten und Bürgermeister, ja sogar der OB, glauben daran, dass die Verwaltung stets korrekt arbeite. Glauben heißt: nichts wissen. Doch auch wenn unsere Lokalpolitiker von Bürgern erfahren, was die Stadtverwaltung alles treibt, tun sie nichts dagegen. Im Gegenteil, sie versuchen herunterzuspielen und zu vertuschen. Doch dadurch wird alles nur schlimmer und vor allem - öffentlich.

Ersichtlich wird dabei auch, dass unsere Politiker nicht in der Lage oder nicht willens sind, die Verantwortung für das Gemeinwohl zu tragen, für die sie gewählt wurden. Die Politik ist für die Verwaltung verantwortlich. Der Oberbürgermeister als Oberster Dienstherr einer Stadt, ist es in jedem Fall. Ein OB müßte bei solchem Verwaltungshandeln sofort durchgreifen.

Aber am Oberen Krautgartenweg hätte die Verwaltung uns und anderen Mitbürgern bedenkenlos geschadet, wenn wir uns nicht selber massiv zur Wehr gesetzt hätten!

Mit besten Grüßen aus dem Wasserschutzgebiet

Zur Beleuchtungsgeschichte


© Karin Brandl, Alchima Verlag