Es scheint ein Haunstetter Prinzip
zu sein, dass erst alles völlig herunterkommen muß, bevor unsere Stadträte handeln. Wenn Dachstühle jahrelang vermodern, Schäden und Schandflecken unübersehbar sind, dann passiert langsam etwas. Beim
Sommerspaziergang der CSU Haunstetten hätte sich ein Abstecher zum Oberen Krautgartenweg sicher gelohnt, denn dort schlummert die nächste Erfolgsgeschichte der CSU.
Ungeregelt verkommt das Gebiet mit den
wilden Gärten, aber geregelte Kleingärten will die Stadt hier nicht mehr schaffen. Der entsprechende Bebauungsplan ist nun - nachdem er Jahrzehnte „in Aufstellung“ gehalten wurde - zur Einstellung vorgesehen. Was kommt
dann?
2009 war hierzu noch nichts zu erfahren. Auf Anfrage kündigte Stadtrat Andreas Jäckel zwar eine Stellungnahme des CSU-Baureferenten zum Oberen Krautgarten an. Doch dieser will hier gar nichts regeln.
Im Gegensatz zu den Anliegern und Spaziergängern, die sich zunehmend entrüsten, schreibt er „dass an der derzeitigen Situation kein Anstoß genommen wird“.
Das Gebiet muß zuerst ganz zu einem „Fischerholz“
herunterkommen, bevor sich Stadträte darum kümmern. Wenn die Zustände als unhaltbar erachtet werden, dann werden sie eine ganz neue Planung und Ordnung des Gebiets initiieren. Die geben sie dann als ihre
Erfolgsgeschichte in der Lokalpresse bekannt.